Was ist der Fronius Wechselrichter-Baustein?
Der Fronius Wechselrichter-Baustein liest alle verfügbaren Messwerte Ihrer Fronius Photovoltaikanlage direkt über das Netzwerk aus und stellt diese als Signale im Gira X1 zur Verfügung. Wechselrichter, Smart Meter und Batteriespeicher werden in einem einzigen Baustein zusammengefasst.
Der Baustein ermittelt die Registeradressen selbstständig aus der SunSpec-Modellkette des Wechselrichters. Eine Auswahl des Gerätetyps ist deshalb nicht erforderlich. Unterstützt werden unter anderem Fronius Verto, Tauro, Tauro ECO, Gen24, Symo, Primo, Galvo und Argeno.
Hauptfunktionen
Automatische Geräteerkennung
Die Lage der Messwerte im Speicher des Wechselrichters wird beim ersten Abfragezyklus selbstständig ermittelt. Anzahl der MPPT-Eingänge, vorhandener Batteriespeicher und Gerätetyp müssen nicht eingestellt werden.
Vollständige Wechselrichter-Messwerte
AC-Leistung, Strom und Spannung pro Phase, Frequenz, Schein- und Blindleistung sowie der Gesamtenergieertrag. DC-Leistung, Spannung und Strom stehen für bis zu vier MPPT-Eingänge einzeln zur Verfügung.
Smart Meter Integration
Der am Wechselrichter angeschlossene Fronius Smart Meter wird über dieselbe Netzwerkverbindung abgefragt. Netzbezug, Einspeisung, Ströme, Spannungen und Leistungsfaktoren pro Phase sowie der berechnete Hausverbrauch stehen als Ausgänge bereit.
Batteriespeicher-Auswertung
Ladezustand, Lade- und Entladeleistung, Batteriespannung und Ladestatus werden ausgelesen. Kompatibel mit Fronius Reserva, BYD und weiteren am Wechselrichter angeschlossenen Speichersystemen.
Der Fronius Wechselrichter-Baustein in der Gira X1 Logik-Ansicht mit allen Ein- und Ausgängen
Voraussetzung: Modbus TCP und SunSpec-Modelltyp float
Im Webinterface des Fronius-Wechselrichters muss unter Kommunikation → Modbus der Modbus TCP-Dienst aktiviert und der SunSpec-Modelltyp auf float gesetzt sein. Steht dort int + SF, meldet der Baustein dies im Ausgang WR Debug und liefert keine Messwerte.
Eingänge & Parameter
Parameter
| Parameter | Beschreibung |
|---|---|
| IP-Adresse | Netzwerkadresse des Fronius-Wechselrichters, z.B. 192.168.1.100. Eine feste IP-Adresse wird empfohlen. |
| Port | Modbus TCP-Port des Wechselrichters. Standardwert: 502. Bei manchen Geräten ist 1502 eingestellt. |
| Slave ID Wechselrichter | Modbus Geräte-ID des Wechselrichters, Standardwert 1. Bei Gen24 und Verto bleibt es dabei. Hängen bei älteren Geräten mehrere Wechselrichter an einem gemeinsamen Datamanager im Solar Net Ring, teilen sie sich eine IP-Adresse und werden über diese ID unterschieden — Fronius nennt sie dort Wechselrichter Nr. Sie ist nur direkt am Display des jeweiligen Wechselrichters einstellbar. In diesem Fall wird je Wechselrichter ein eigener Baustein mit gleicher IP-Adresse und unterschiedlicher Geräte-ID angelegt. |
| Smart Meter |
Kein Smart Meter — alle Meter- und Netz-Ausgänge bleiben auf 0. Smart Meter vorhanden — der unten stehende Parameter „Modbus Geräte-ID Smart Meter" wird ausgewertet. |
| Modbus Geräte-ID Smart Meter | Die Modbus-Geräte-ID, unter der der Zähler über den Wechselrichter erreichbar ist (nicht zu verwechseln mit der Adresse am Zähler selbst, Parameter P14, Standard 1 — das ist die RS-485-Adresse zwischen Zähler und Wechselrichter):
|
| Timeout [ms] | Wartezeit auf eine Antwort von Wechselrichter und Smart Meter. Standardwert 10000. Fronius empfiehlt für Modbus-Abfragen mindestens 10 Sekunden, da beim Datamanager 2.0 die erste Abfrage länger dauert — die Daten werden dabei erst über Solar Net geholt. Bei Gen24 und Verto kann der Wert gesenkt werden, damit ein nicht erreichbares Gerät die Logik kürzer blockiert (standardmäßig ausgeblendet). |
Eingänge
| Eingang | Beschreibung |
|---|---|
| Trigger (Abfrage) | Eine steigende Flanke löst eine neue Abfrage aller Geräte aus. Mit einem zyklischen Zeitgeber verbinden. Empfohlenes Intervall: 30 bis 60 Sekunden. |
| Lizenzschlüssel | Der von MaHo Elektrotechnik ausgestellte Lizenzschlüssel. Er gilt für genau dieses Gerät und diesen Baustein. Ohne gültigen Schlüssel liefert der Baustein keine Messwerte. |
Wichtig: Abfrageintervall nicht zu kurz wählen
Das Abfrageintervall sollte mindestens 10 Sekunden betragen. Zu kurze Intervalle belasten den Wechselrichter und führen zu Kommunikationsfehlern. Für die meisten Anwendungen genügen 30 bis 60 Sekunden.
Ausgänge
Wechselrichter AC
| Ausgang | Beschreibung |
|---|---|
| WR AC-Leistung [W] | Aktuelle Wirkleistung des Wechselrichters in Watt |
| WR AC-Frequenz [Hz] | Netzfrequenz gemessen am Wechselrichter in Hertz |
| WR AC-Scheinleistung [VA] | Scheinleistung in Voltampere |
| WR AC-Blindleistung [VAr] | Blindleistung in Var |
| WR AC-Strom Gesamt [A] | Summenstrom aller drei Phasen in Ampere |
| WR AC-Strom L1 / L2 / L3 [A] | Einzelne Phasenströme in Ampere |
| WR AC-Spannung L1-N / L2-N / L3-N [V] | Phasenspannungen gegen Neutralleiter in Volt. Im Standby (nachts) liefert der Wechselrichter hier keine Werte — in diesem Fall die Meter-Spannungen verwenden. |
| WR AC-Spannung L1-L2 / L2-L3 / L1-L3 [V] | Verkettete Spannungen in Volt (standardmäßig ausgeblendet) |
| WR AC-Energie Gesamt [Wh] | Gesamter Energieertrag seit Inbetriebnahme in Wattstunden |
Wechselrichter DC (MPPT je Eingang)
| Ausgang | Beschreibung |
|---|---|
| WR DC-Leistung PV1 bis PV4 [W] | DC-Eingangsleistung je MPPT-Eingang in Watt (standardmäßig ausgeblendet) |
| WR DC-Spannung PV1 bis PV4 [V] | DC-Eingangsspannung je MPPT-Eingang in Volt (standardmäßig ausgeblendet) |
| WR DC-Strom PV1 bis PV4 [A] | DC-Eingangsstrom je MPPT-Eingang in Ampere (standardmäßig ausgeblendet) |
Zuordnung der MPPT-Eingänge
Die PV-Eingänge werden in der Reihenfolge belegt, in der sie der Wechselrichter meldet. Bei Geräten mit Batteriespeicher blendet Fronius zusätzliche Blöcke für Laden und Entladen ein — diese werden vom Baustein erkannt und den Batterie-Ausgängen zugeordnet, nicht den PV-Ausgängen. Geräte mit mehr als vier PV-Eingängen belegen nur die ersten vier Ausgänge.
Wechselrichter Status und Diagnose
| Ausgang | Beschreibung |
|---|---|
| WR Status | Betriebszustand: 1=Aus, 2=Schläft, 3=Startet, 4=Produziert, 5=Leistungsreduzierung, 6=Abschaltung, 7=Fehler, 8=Wartung |
| WR Temperatur [°C] | Gehäusetemperatur in Grad Celsius. Nicht jedes Gerät stellt diesen Wert bereit; er bleibt dann auf 0. |
| WR Isolationswiderstand [MΩ] | Isolationswiderstand der DC-Seite in Megaohm. Ein stark abfallender Wert deutet auf Leckströme hin. |
Batteriespeicher
| Ausgang | Beschreibung |
|---|---|
| Batterie SOC [%] | Aktueller Ladezustand des Batteriespeichers in Prozent (0–100 %) |
| Batterie Leistung [W] | Aktuelle Batterieleistung: positiver Wert = Laden, negativer Wert = Entladen |
| Batterie Laden [W] | Aktuelle Ladeleistung in Watt (bei Entladung 0) |
| Batterie Entladen [W] | Aktuelle Entladeleistung in Watt (bei Ladung 0) |
| Batterie Spannung [V] | Spannung am Batterieanschluss des Wechselrichters (standardmäßig ausgeblendet) |
| Batterie Ladestatus | 1=Aus, 2=Leer, 3=Entladen, 4=Laden, 5=Voll, 6=Halten, 7=Test. Der Zustand Test tritt bei Kalibrierung oder Servicelandung auf (standardmäßig ausgeblendet). |
| Batterie vorhanden | Gibt Wahr aus wenn ein Batteriespeicher erkannt und erfolgreich ausgelesen wurde |
Smart Meter
| Ausgang | Beschreibung |
|---|---|
| Meter Leistung [W] | Netzleistung gesamt: positiv = Bezug aus dem Netz, negativ = Einspeisung ins Netz |
| Meter Leistung L1 / L2 / L3 [W] | Wirkleistung je Phase in Watt |
| Meter Frequenz [Hz] | Netzfrequenz gemessen am Smart Meter — auch im Standby des Wechselrichters verfügbar |
| Meter Strom Gesamt / L1 / L2 / L3 [A] | Netzstrom gesamt und je Phase in Ampere |
| Meter Spannung L1-N / L2-N / L3-N [V] | Phasenspannungen am Netzanschluss — auch im Standby des Wechselrichters verfügbar |
| Meter Scheinleistung [VA] | Scheinleistung gesamt. Pro Phase standardmäßig ausgeblendet. |
| Meter Blindleistung [VAr] | Blindleistung gesamt. Pro Phase standardmäßig ausgeblendet. |
| Meter Leistungsfaktor | Leistungsfaktor gesamt (cos φ). Pro Phase standardmäßig ausgeblendet. |
Netz Energie, Hausverbrauch und Kommunikation
| Ausgang | Beschreibung |
|---|---|
| Netz Bezug [W] | Aktueller Netzbezug in Watt (immer positiv oder 0) |
| Netz Einspeisung [W] | Aktuelle Einspeisung ins Netz in Watt (immer positiv oder 0) |
| Netz Energie Bezug [Wh] | Gesamte bezogene Energie seit Inbetriebnahme des Smart Meters in Wattstunden |
| Netz Energie Einspeisung [Wh] | Gesamte eingespeiste Energie seit Inbetriebnahme des Smart Meters in Wattstunden |
| Hausverbrauch [W] | Berechneter Gesamtverbrauch: PV + Netzbezug − Netzeinspeisung + Batterieentladung − Batterieladung. Wird nur berechnet wenn ein Smart Meter fehlerfrei antwortet. |
| Verbunden | Gibt Wahr aus wenn die Verbindung zum Wechselrichter erfolgreich ist |
| Kommunikationsfehler | Gibt Wahr aus wenn der Wechselrichter nicht erreichbar ist. Nach 5 Fehlern in Folge werden alle Ausgänge auf 0 zurückgesetzt. |
| Smart Meter Fehler | Gibt Wahr aus wenn der Smart Meter nicht erreichbar ist. Nach 5 Fehlern in Folge werden alle Meter-Ausgänge auf 0 zurückgesetzt. |
| WR Debug | Klartextmeldung zur Diagnose. Im Normalbetrieb erscheint hier die Liste der erkannten SunSpec-Modelle, im Fehlerfall die Ursache (standardmäßig ausgeblendet). |
| Smart Meter Debug | Klartextmeldung zur Diagnose des Smart Meters (standardmäßig ausgeblendet) |
Lizenz
| Ausgang | Beschreibung |
|---|---|
| Lizenz gültig | Gibt Wahr aus, wenn der Baustein aktiv ist — also bei gültigem Lizenzschlüssel oder während des Testzeitraums. Nur dann werden Messwerte gelesen. |
| MAC-Adresse | Die MAC-Adresse des Gira X1 — wird für die Lizenzanforderung benötigt und auch ohne gültige Lizenz ausgegeben. |
| Lizenz-Status | Klartext-Status: „Lizenz gültig", „Testzeitraum – noch X h", „Testzeitraum abgelaufen – Lizenzschlüssel erforderlich" oder „Ungültige Lizenz". |
Lizenzierung
Hinweis: Gerätegebundene Lizenz
Der Lizenzschlüssel ist an die MAC-Adresse des jeweiligen Gira X1 gebunden und funktioniert nur auf diesem Gerät und für diesen Baustein — er lässt sich weder auf einen anderen Gira X1 noch auf einen anderen MaHo Labs Baustein übertragen. Ohne gültige Lizenz und außerhalb des Testzeitraums werden keine Messwerte gelesen; alle Ausgänge stehen dann auf 0.
Testzeitraum (12 Stunden)
Nach dem ersten Start läuft der Baustein 12 Stunden lang ohne Lizenz voll funktionsfähig — zum Ausprobieren. Während dieser Zeit zeigt der Ausgang „Lizenz-Status" „Testzeitraum – noch X h" an und „Lizenz gültig" steht auf Wahr. Nach Ablauf wird ein gültiger Lizenzschlüssel benötigt; bis dahin liefert der Baustein keine Messwerte mehr.
Der Testzeitraum stützt sich auf die Uhrzeit des Gira X1.
So aktivieren Sie den Baustein:
- Baustein in der Logik platzieren und den Trigger einmal auslösen, damit der Ausgang „MAC-Adresse" gefüllt wird.
- Den Wert am Ausgang MAC-Adresse ablesen, zum Beispiel
00:0A:B3:31:00:F8. - Diese Adresse per E-Mail an labs@maho-elektrotechnik.de senden. Sie erhalten daraufhin einen gerätegebundenen Lizenzschlüssel.
- Den erhaltenen Schlüssel in den Eingang Lizenzschlüssel eintragen. Bei Gültigkeit wechselt „Lizenz gültig" auf Wahr und „Lizenz-Status" auf „Lizenz gültig".
Wichtig bei der GPA-Simulation
Wird der Baustein im Simulationsmodus des GPA getestet, läuft er auf dem PC — der Ausgang MAC-Adresse zeigt dann die MAC-Adresse des PCs, nicht die des Gira X1. Ein dafür angeforderter Lizenzschlüssel funktioniert später auf dem echten Gerät nicht. Die MAC-Adresse für die Lizenzanforderung deshalb immer erst nach dem Download auf den echten Gira X1 ablesen, nicht aus der Simulation.
Hinweis: Prüfung erst bei eintreffendem Wert
Der Baustein wertet die Lizenz und den Testzeitraum nur aus, wenn er ausgeführt wird — und das geschieht erst, sobald ein Wert an einem Eingang eintrifft (in der Regel der Trigger oder das Eintragen des Lizenzschlüssels). Solange kein Wert ankommt, bleiben „Lizenz-Status" und „Lizenz gültig" unverändert und der Testzeitraum wird nicht weitergezählt. Für eine sofortige Prüfung einmal den Trigger auslösen.
Wichtig: Schlüssel unverändert übernehmen
Der Lizenzschlüssel ist zeichengenau (Groß-/Kleinschreibung). Kopieren Sie ihn vollständig und ohne zusätzliche Leerzeichen oder Zeilenumbrüche.
Diagnose über den Ausgang WR Debug
Der Ausgang WR Debug ist der schnellste Weg zur Ursache, wenn keine oder unplausible Werte ankommen. Verbinden Sie ihn zur Inbetriebnahme mit einer Statusanzeige Text.
| Meldung | Bedeutung und Abhilfe |
|---|---|
OK | Modelle: 1,113,120,121,122,123,160,124 | MPPT N=5 [MPPT 1|MPPT 2|MPPT 3|StCha 4|StDisCha 5] |
Normalbetrieb. Die Zahlen sind die erkannten SunSpec-Modelle: 160 steht für die MPPT-Eingänge, 124 für den Batteriespeicher. Dahinter stehen die Namen der DC-Blöcke, die der Wechselrichter meldet. StCha ist der Ladeblock, StDisCha der Entladeblock der Batterie. |
... | MPPT N=4 [...] Batterie ueber Position erkannt |
Der Wechselrichter meldet keine Namen für die DC-Blöcke. Da ein Speicher vorhanden ist, wurden die beiden letzten Blöcke als Laden und Entladen gewertet. Die Werte sind gültig; prüfen Sie zur Sicherheit, ob Lade- und Entladeleistung zur Anzeige im Fronius-Webinterface passen. |
... Batterieblock nicht gefunden |
Ein Speicher ist gemeldet, aber im MPPT-Modell lässt sich kein Lade- oder Entladeblock zuordnen. Ladezustand und Ladestatus werden weiterhin ausgegeben, Lade- und Entladeleistung bleiben auf 0. |
SunSpec-Typ ist int+SF (Modell 103) |
Der Wechselrichter arbeitet im Modus int + SF. Im Webinterface unter Kommunikation → Modbus den SunSpec-Modelltyp auf float umstellen. |
Keine SunSpec-Kennung gefunden. Modbus TCP aktiv? |
Die Verbindung steht, das Gerät antwortet aber nicht mit gültigen SunSpec-Daten. Modbus TCP im Wechselrichter aktivieren und die Slave ID prüfen. |
Connect() fehlgeschlagen |
Der Wechselrichter ist unter der angegebenen IP-Adresse und dem Port nicht erreichbar. |
Testzeitraum – noch X h |
Normalbetrieb im Testzeitraum. Kein Lizenzschlüssel eingetragen oder Schlüssel noch nicht gültig — der Baustein arbeitet trotzdem, bis der Testzeitraum abläuft. |
Testzeitraum abgelaufen – Lizenzschlüssel erforderlich |
Die 12 Stunden Testzeitraum sind vorbei und es ist kein Schlüssel eingetragen. Lizenzschlüssel anfordern (siehe Abschnitt „Lizenzierung") und eintragen. |
Ungültige Lizenz |
Ein Schlüssel ist eingetragen, passt aber nicht zu diesem Gerät (z.B. für einen anderen Gira X1 ausgestellt oder falsch kopiert). MAC-Adresse am gleichnamigen Ausgang mit der bei der Bestellung übermittelten Adresse vergleichen und Schlüssel zeichengenau neu eintragen. |
Fehlerbehebung
| Problem | Mögliche Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Kommunikationsfehler = Wahr | Wechselrichter nicht erreichbar oder falsche IP-Adresse | IP-Adresse und Port prüfen, Netzwerkverbindung sicherstellen, Modbus TCP aktivieren |
| Alle Messwerte bleiben auf 0 | SunSpec-Modelltyp steht auf int + SF statt float | Ausgang WR Debug auswerten. Im Wechselrichter unter Kommunikation → Modbus den Modelltyp auf float ändern. |
| WR Status = 2, keine AC-Leistungswerte | Wechselrichter schläft (nachts oder keine Einstrahlung) | Normales Verhalten außerhalb der Produktionszeiten. Spannung und Frequenz vom Smart Meter sind weiterhin verfügbar. |
| Batterie vorhanden = Falsch | Der Wechselrichter meldet keinen Speicher über Modbus | Ausgang WR Debug prüfen: Enthält die Modellliste keine 124, ist der Speicher im Wechselrichter nicht als solcher konfiguriert oder die Firmware zu alt. Firmware aktualisieren und die Speicherkonfiguration im Webinterface kontrollieren. |
| Batterie SOC vorhanden, aber Lade- und Entladeleistung bleiben 0 | Der Speicher ruht gerade, oder die Firmware meldet keine Batterieblöcke | Bei ruhendem Speicher ist das korrekt. Andernfalls Firmware des Wechselrichters aktualisieren. |
| Smart Meter Fehler = Wahr | Falsche Modbus-Geräte-ID oder Smart Meter nicht erreichbar | Parameter Modbus Geräte-ID Smart Meter prüfen: bei Gen24, Verto und Tauro 200 bis 204 passend zur im Webinterface eingestellten Zähleradresse (offiziell dokumentiert). Beim Datamanager 2.0 (Symo, Primo, Galvo) zunächst 240 versuchen (aus der Praxis, nicht offiziell dokumentiert) und bei Fehlschlag andere Werte testen bzw. beim Fronius-Support erfragen. |
| DC-Ausgänge PV1 bis PV4 bleiben auf 0 | Der Wechselrichter stellt kein MPPT-Modell bereit | Ausgang WR Debug prüfen: Fehlt die 160 in der Modellliste, liefert das Gerät keine DC-Einzelwerte. Ältere Primo, Galvo und Symo unterstützen dies nicht. |
| Zweiter Wechselrichter am selben Datamanager liefert keine Werte | Beide Bausteine verwenden die Geräte-ID 1 | Am Display des zweiten Wechselrichters eine abweichende Wechselrichter Nr. einstellen und diese im Baustein als Slave ID eintragen. Die IP-Adresse bleibt für beide gleich. |
| Sporadische Kommunikationsfehler bei älteren Geräten | Timeout zu kurz für den Datamanager 2.0 | Parameter Timeout [ms] einblenden und auf mindestens 10000 setzen. Zusätzlich das Abfrageintervall auf 60 Sekunden erhöhen. |
| Alle Ausgänge springen auf 0 | 5 aufeinanderfolgende Fehler haben den automatischen Reset ausgelöst | Kommunikationsfehler- und Debug-Ausgänge auswerten, Netzwerkverbindung und Parameter kontrollieren |
| Alle Ausgänge auf 0, Lizenz-Status zeigt „Testzeitraum abgelaufen – Lizenzschlüssel erforderlich" | 12-Stunden-Testzeitraum abgelaufen, kein gültiger Schlüssel hinterlegt | Gültigen Lizenzschlüssel am Eingang „Lizenzschlüssel" eintragen (siehe Abschnitt „Lizenzierung") |
| Lizenz-Status zeigt „Ungültige Lizenz" | Schlüssel fehlerhaft kopiert oder für ein anderes Gerät ausgestellt | MAC-Adresse am Ausgang prüfen und Schlüssel zeichengenau (ohne Leerzeichen/Umbrüche) neu eintragen |
Tipp: Feste IP-Adresse vergeben
Vergeben Sie dem Fronius-Wechselrichter im Router eine feste IP-Adresse über die DHCP-Reservierung. So ändert sich die Adresse auch nach einem Router-Neustart nicht und der Baustein bleibt dauerhaft verbunden.